Weiberkram – warum, wieso, weshalb!

Weiberkram Mädchenflohmarkt Serientäterinnen

Weiberkram – warum, wieso, weshalb!
Sarah, 25, und Lucia, 24, Düsseldorf
Mode ist ihr Leben, ständig neue Klamotten ihr Ziel, und sie sind alle Serientäterinnen im besten Sinne. Beim Weiberkram Mädchenflohmarkt in Wuppertal haben wir mit Fashionistas gesprochen, die es einfach nicht lassen können.

Da sind zum Beispiel Lucia und Sarah Düsseldorf. Die beiden tragen selbst Größe 32/34 und finden auf anderen Mädelsflohmärkten selten Klamotten in ihrer Größe. Beim Weiberkram shoppen sie aber nicht nur selbst in Sachen XS, sondern können ihre eigenen extrem stylischen Klamotten viel besser an den Mann beziehungsweise natürlich an die Frau bringen.

Was den beiden Mitte Zwanzigjährigen am Weiberkram Mädchenflohmarkt besonders gut gefällt ist, dass Ramsch ein No-Go ist. „Die Qualität der Klamotten ist sehr hoch. Das wissen die Kundinnen einfach zu schätzen. Da ist klar, dass ein Carhartt-Pulli eben nicht für einen Euro zu haben ist, sondern auch schon mal fünf kostet“, erzählt Lucia.

Klar könnten sie auch über das Internet verkaufen, aber beim Weiberkram Mädelsflohmarkt werden sie viel mehr auf einmal „los“ und können sich dazu noch einen schönen Tag mit Gleichgesinnten machen. Außerdem könnten sie sich viel besser von ihren Klamotten trennen. „Wenn mir jemand sympathisch ist, sage ich richtig gern: Ja, nimm’ das mit und hab’ Spaß mit dem Teil“, erzählt die 25-jährige Sarah. Das macht die Verkäuferinnen froh und die neuen Besitzerinnen ebenso – egal, ob in Düsseldorf, Wuppertal oder Neuss. „Wir waren bestimmt sechs- oder sieben Mal dabei“, sagen sie. Und ihr Stand in der börse soll nicht der Letzte gewesen sein.

Miriam, 48, Krefeld
„Ich liebe den Weiberkram einfach wegen der tollen Atmosphäre und der richtig guten Musik“, sagt Miriam aus Krefeld. Denn Weiberkram, das bedeutet eben nicht: Schnell rein, raffen und wieder raus. Beim einzig wahren Mädelsflohmarkt stehen die Klamotten und eben der ganze schöne Mädchenkram im Vordergrund – und dahinter verbergen sich oft die tollsten Geschichten. Eine davon ist eben die von Miriam. Mit ihrem Stand „Büllerbu Living“ hat die 48-Jährige nicht nur eine clevere Geschäftsidee umgesetzt, sondern sich selbst ganz neu erfunden.

Alles begann, wie es so oft ist im Leben: mit einem Ende. Nachdem unter eine Beziehung ein Schlussstrich gezogen worden war, musste schnell Geld her. Und zack, die geliebten Möbel wurden versetzt. Doch als die alle verkauft waren, wollten die geneigten Kundinnen mehr. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Da Miriam eine Macherin ist, legte sie einfach los. „Ich bin Autodidaktin, habe mir alles selber beigebracht“, erzählt sie.

Seither arbeitet sie Möbel im angesagten „Shabby Chic Style“ auf. Doch auf „normalen“ Flohmärkten hatten weder Miriam noch ihre Tische, Stühle, Schränke oder auch Kerzenhalter etwas zu suchen. „Zwischen Handyhüllen und anderem Zeug habe ich mich nicht wohl gefühlt. Das hat nicht gepasst“, sagt die Krefelderin. Deshalb ist sie Serientäterin beim Weiberkram geworden.

Mehr als 40 Mal war die fröhliche Blondine als Verkäuferin beim Mädelsflohmarkt am Start: „Ich tingel‘ mit dem Weiberkram durchs halbe Land. Außer in Berlin war ich schon überall. Sogar nach Wiesbaden bin ich gefahren. Holland, Essen, Mülheim, Dorsten – da ist mir kein Weg zu weit. Natürlich bin ich Stammverkäuferin in Neuss und Düsseldorf.“ Und wer weiß, vielleicht kommt „Bullerbü Living“ ja doch irgendwann mal nach Berlin…

Steffi, 47, Wupertal
„Ich bin hier die Trödel-Oma“, sagt Steffi beim Weiberkram in der Wuppertaler börse selbstbewusst. Mit ihren 47 Jahren gehört sie sicherlich zu den etwas reiferen Weiberkram-Verkäuferinnen, aber dafür weiß sie auch genau, was sie tut. Schmuck, Taschen, Schals – alles hat sie akkurat und mit Liebe zum Detail an ihrem Stand arrangiert. Schließlich ist es aber auch ihr Beruf.

Steffi gehört zu den wenigen professionellen Trödlerinnen, hat einen eigenen Showroom in Wuppertal – und ist seit drei Jahren Stamm-Verkäuferin beim Weiberkram. Warum? „ Hier weiß ich, dass Frauen kommen, um gezielt Frauen-Sachen zu kaufen. Dadurch, dass Eintritt genommen wird, kommen Frauen zum Weiberkam, die wirklich etwas kaufen wollen und nicht nur bummeln“, erklärt sie, während eine potentielle Kundin nach dem Preis einer ihrer schönen Ledertaschen fragt.

Klar, Mädelsflohmärkte sind in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Doch die Wuppertalerin bleibt dem Weiberkram treu – und das hat gleich mehrere Gründe: „Der Weiberkram ist für mich am besten organisiert, die Locations sind immer sehr schön und dadurch, dass Melanie das schon sehr lange macht, erreicht sie immer sehr viele Kunden. Eigentlich habe ich beim Weiberkram immer die meisten Kundinnen.“

Und deshalb ist klar: Nach Neuss, Düsseldorf, Herford, Mülheim, Dorsten und natürlich Wuppertal freut sich Steffi nun ganz extrem auf den neuen Weiberkram in Oberhausen. Wann der an den Start geht, erfahrt ihr natürlich bald hier bei uns.

Sara, 33, Wuppertal
Das kennen wir doch alle: Der Kleiderschrank quillt ständig über, aber zum Anziehen haben wir eigentlich nix. Und weil das halt so ist, gibt es den Weiberkram – auch bekannt als natürlicher Kreislauf in Sachen Mode, Style und mehr. „Ich habe einfach so viele Klamotten“, gesteht zum Beispiel die 33-jährige Sara. „Da ist der Weiberkram die Gelegenheit, meine Sachen zu verkaufen und direkt neue an einem anderen Stand zu erstehen.“

Die Wuppertalerin ist immer wieder gern als Verkäuferin dabei – ob in Wuppertal oder Neuss, ob beim Mädelsflohmarkt oder seinem kleinen Bruder, dem Kinderkram. „Es macht einfach viel mehr Spaß, hier den Tag zu verbringen mit den anderen Mädels“, sagt sie.

Dabei gibt es doch auch im weltweiten Netz mittlerweile viele Plattformen, auf denen Klamotten für kleines Geld den Besitzer wechseln. Das ist aber nichts für Sara: „Im Internet biete ich nicht so gerne Klamotten an. Ich mag einfach das Verschicken gar nicht.“ Stimmt: Die Sachen fotografieren, beschreiben. Wenn dann jemand was gekauft hat, verpacken und zur Post latschen. Das ist einfach lästig.

Aber warum sie am Liebsten beim Weiberkram kauft und verkauft? Ganz einfach: „Hier gibt es einfach keinen Billigkram, sondern viele hochwertige Sachen.“ Word!

Posted on 2. März 2016 in NEWS_Website

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