MIT WEIBERKRAM ZUR TRÖDEL-QUEEN

MIT WEIBERKRAM ZUR TRÖDEL-QUEEN

Weiberkram: Mit einem außergewöhnlichen Trödelmarktkonzept auf Erfolgskurs

„Mel, wie sieht eigentlich dein Traumflohmarkt aus?“
Bei dieser Frage muss die 34-jährige Gründerin Melanie Schmitz nicht lange überlegen. Ihren Traumflohmarkt hat sie zum Beruf gemacht. Doch schon bevor sie mit dem Weiberkram professionell Mädelsflohmärkte veranstaltete, hatte Melanie Schmitz eine genaue Vorstellung davon, was einen guten Trödelmarkt ausmacht – schließlich war sie selbst von Anfang an begeisterte Secondhand-Käuferin.

Motivation Modebegeisterung

„Die meisten achten überhaupt nicht auf die Qualität. Mode ist ein günstiger Wegwerf-Artikel geworden. Billig in der Dritten Welt genäht und hier nach 2 mal Tragen in der Tonne. Dem will ich etwas entgegen setzen.“

Ihre Faszination für Mode brachte Melanie zunächst zum Modedesignstudium an der Düsseldorfer AMD und dann als Designerin zu Esprit. Als sie 2009 den ersten Weiberkram Mädchenflohmarkt in einem Wuppertaler Atelier veranstaltete, realisierte sie den Flohmarkt nur für Frauen, den sie selbst schon immer besuchen wollte: Keine Händler, kein Ramsch, keine Wühlkisten. Stattdessen liebevoll präsentierte Klamotten, Schuhe und Accessoires, hübsche Fehlkäufe und alte Lieblingsstücke, Designerteile, Second Hand, Kurioses und Kreatives.

Das bewährte Weiberkram-Konzept

Und genau dieses besondere Konzept macht den Weiberkram auch heute noch aus. Dass der erste Markt nach kurzer Zeit ausgebucht war und ihr die modeverrückten Mädels aus Wuppertal und Umgebung förmlich die Bude einrannten, überzeugte Melanie Schmitz. Mit weiteren Märkten und neuen Standorten fand sie schnell ein Stammpublikum – der monatliche Markt im Gare du Neuss am Neusser Hauptbahnhof wurde zur Institution.

Der nächste Schritt lag auf der Hand: Melanie machte sich 2014 mit dem Weiberkram selbstständig. Sie gab ihren Job als Modedesignerin auf und widmet sich seither ihrem wachsenden Unternehmen. Ganze 15 Standorte sind es in Deutschland mittlerweile – von Mannheim bis Berlin reist Melanie mit ihrem Weiberkram durch die Republik. Auch in den benachbarten Niederlanden findet der Ableger Wijvenkraam regelmäßig statt.

Mehr als Trödel – ein Erlebnis

Dabei lockt sie ihre Besucherinnen und deren Begleiter nicht nur mit der Aussicht auf schicke Schnäppchen. Die Atmosphäre auf dem Weiberkram ist einfach etwas Besonderes. Das beginnt schon bei den Einladungen, die für jede Veranstaltung von jungen KünstlerInnen gestaltet werden. Die Märkte selbst finden in ausgewählten Locations statt, die zentral gelegen und zugleich außergewöhnlich sein müssen, um Melanies Geschmack zu treffen. So findet der Markt in Essen im „Schönen Alfred“ statt, in Dorsten trifft man sich in der Alten Waschkaue. Berlinerinnen trödeln im Vollgutlager der alten Kindelbrauerei und im Sommer unter freiem Himmel in den Spreewerkstätten. Jeder Standort wartet mit seinem eigenen, ganz besonderen Veranstaltungsort auf – und findet sich keiner, gibt es eben keinen Markt.

Melanie Schmitz hat hohe Ansprüche an ihren Weiberkram: „Mir geht es um ein Rundum-Erlebnis. Alles muss zusammenpassen, Location, Artwork, Essen, Getränke, Musik. Die hohe Qualität ist mein Alleinstellungsmerkmal, das ist ‚typisch Weibekram’ und deshalb kommen die Leute.“

„Klamotten, Mukke, Kunst und Bier“

Mit diesem Motto startete schon 2009 der erste Weiberkram, und diesem Motto ist sie treu geblieben. Jede Veranstaltung wird von einem eigens gebuchten DJ musikalisch untermalt, immer gibt es kleine Besonderheiten wie Dekoration und Blumen, die zum Gesamterlebnis beitragen. Dass männliche Begleiter gerne zum Weiberkram mitkommen hat sich ebenfalls herumgesprochen. Sonntags trifft man sich mit Freunden zu langschläferfreundlichen Zeiten, denn die Märkte starten nie vor 11 Uhr. Man quatscht, trinkt zusammen ein Bier und holt sich leckere Snacks von den Foodtrucks.

Nicht nur für Mädels

Mittlerweile hat Melanie Schmitz ihr Angebot um weitere Marktkonzepte ergänzt. Erfolgreicher Neuzugang ist derzeit der Weiberkram Plussize, bei dem ausschließlich Klamotten ab Größe 42 bzw. L auf den Verkaufstischen landen. Die Besucherinnen waren durchweg begeistert, so dass es den Weiberkram Plussize nun regelmäßig geben wird.

Der an vielen Standorten zwei Mal jährlich stattfindende Designerkram stellt Designerstücke, Selbstgemachtes, Kunst und Unikate in den Mittelpunkt. Hier geht es weniger um Klamotten: Möbel, Deko, Lampen von cool bis kitschig finden hier glückliche KäuferInnen. In den Wochen vor Weihnachten erfreut sich dieser Markt besonderer Beliebtheit, denn ausgefallenere Weihnachtsgeschenke findet man wohl nirgends.

Die vielen Besucherinnen mit Kindern brachten Melanie dazu, den speziellen Kinderkram zu organisieren. Von Kinderklamotten bis Spielzeug ist hier alles geboten, was Mütter und Väter für ihren Nachwuchs suchen.

Beats und Bummel ist schließlich ein Trödelmarkt, der das Weiberkram-Erlebnis in die späten Abendstunden verlegt und – zur großen Freude der Jungs – nicht nur den Mädels vorbehalten ist. Allen Märkten gemein ist die aufwendige Gestaltung, die gute Musik und natürlich das leckere Essen.

Und so sieht die Zukunft aus

„Ich habe jede Menge Pläne“, erzählt Melanie Schmitz, wenn man sie fragt, was 2016 so für sie in petto hat. Die Nachfrage an weiteren Standorten ist enorm. Bisher sieht es nicht danach aus, als würden die Mädels in ganz Deutschland irgendwann genug bekommen von „Klamotten, Mukke, Kunst und Bier“. In Berlin sucht sie nach weiteren Locations, ebenso in Köln und Münster. Was als nächstes kommt? Das will Veranstaltungsprofi Melanie dann doch nicht verraten. Nur so viel: Bisher hat sie es nicht bereut, ihren Traumflohmarkt zum Beruf gemacht zu haben.

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Posted on 18. März 2016 in NEWS_Website

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